Ausstellungen

Viele ganzjährige Austellungen befinden sich im Museum, die mit regelmässigen Austellungen und Veranstaltungen, die extra ausgeschrieben werden, erweitert werden.
 
Landungsbrücke: Den grössten Teil des Ausstellungsbereiches nimmt die Landungsbrücke ein, wo die heimische Fischerei und Fischverarbeitung auf den Westmännerinseln dargestellt werden. Die alte Sprechfunkanlage kann von vielen tragischen Unfällen und bemerkenswerten Rettungserfolgen „erzählen“. Museumsbesucher können hier die Geschichte des Unternehmertums und deren Tätigkeitsfeld sowie die Geschichte des Hafens, Schiffbaus und der Fischverarbeitung erkunden. Seemannsverse werden gelesen und gesungen und der bekannte heimische Sänger Ási í Bæ (Ási vom Hof) singt das Lied: Í verum (In der Fischfangstation). Des Weiteren können die Museumsbesucher eine Hütte der Eiersammler und Vogelfänger besuchen und einen Film über die Geschichte des Eiersammelns und Vogelfangs sich ansehen.
 
Das Nationalfestival: Das Nationalfestival „Þjóðhátið“ wurde erstmals im Jahre 1874 abgehalten und seitdem fast jährlich. Dieses Fest hat eine grosse Bedeutung für die Inselbewohner; es beinhaltet alle ihre Traditionen und Bräuche sowie die Musik von Oddgeir Kristjánsson, welcher ein integraler Bestandteil des Festes ist. Im Museum können die Besucher ein traditionelles Festivalzelt besichtigen.
 
Inselsport: Sport ist ein sehr wichtiger Bestandteil im Leben der Inselbewohner und oft wird gesagt, dass die Seele der Inselbewohner im Einklang mit dem heimischen Sportverein ÍBV schwebt. Die Geschichte des Inselsports befindet sich in dem Teil des Museums, welcher für spezielle Ausstellungen genutzt wird .
 
Kapitän Kohl und seine Armee: Die Inselbewohner können sich rühmen, dass sie sich einst eine eigene Armee aufgebaut hatten. Der Anführer dieser Armee, der dänische Landrat Kapitän Kohl kam im Jahre 1853 auf die Insel. Kapitän Kohl war voll Autorität und Enthusiasmus und nahm eine aktive Rolle in der Gesellschaft der Inselbewohner ein; er führte die Enthaltsamkeit ein, lehrte Sport und gutes Benehmen, baute Häuser und Strassen, und wurde somit geliebt und bewundert. Im Herjólfsdalur hielt er Fahnenfeste ab, wobei die Familien der Insel zusammenkamen, Sport praktizierten und Picknick machten. Es kann behauptet werden, dass Kapitän Kohl ein Pionier des Nationalfestivals sei.
 
Frauen: Der Status der Frauen ist in wenigen Gebieten so bedeutsam wie in Fischerdörfern. Oft tragen sie die alleinige Verantwortung über ihr zu Hause und den Wohlstand der Familie für kürzere oder längere Zeit. Das Leben einiger Frauen sowie deren Beitrag im medizinischen Bereich, Handwerk und der Kunst werden besonders beleuchtet.
 
Mormonen: Die Mormonen besitzen einen eigenen Geschichtsbereich im Museum. Þórarinn Hafliðason von Sjólyst von den Westmännerinseln und Guðmundur Guðmundsson von Ártún vom Rangárvallur Bezirk, waren die ersten Mormonen Missionare auf der Insel. In den Jahren 1854 bis 1914 wanderten rund 200 Inselbewohner nach Amerika aus auf der Suche nach einer besseren Welt. In Zusammenarbeit mit dem Volksmuseum und der Brigham Young Universität beschäftigt sich eine Gruppe von Interessierten mit der Geschichte dieser ehemaligen Inselbewohner und deren Schicksal.
 
Türkeninvasion 1627: Am 16. Juli 1627 segelten drei Piratenschiffe entlang der Ostküste von Heimaey. 300 Piraten gingen an Land, nahmen 242 Inselbewohner in Gefangenschaft und verkauften sie auf dem Sklavenmarkt in Algier. Die Geschichte dieser schicksalhaften Tage werden grafisch in Form von Animationen dargestellt. Die Piratenhöhle im Museum ist zum Spielen für Kinder gedacht.
 
Eruption auf Heimaey: In der Nacht zum 23. Januar 1973 begann der Vulkanausbruch auf der Insel Heimaey. Fast alle Einwohner, rund 5.300, wurden auf das Festland evakuiert. In der Ausstellung sind viele Fotografien von der Zeit des Ausbruches zu sehen und es kann den Erzählungen von Inselbewohnern über den Ausbruch und den Wiederaufbau zugehört werden.